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Fachkräftemangel herrscht in so gut wie jeder Branche. Kein Wunder, dass in der heutigen Arbeitswelt der Kampf um die besten Talente intensiver denn je geführt wird. Unternehmen stehen dabei vor verschiedenen Herausforderungen: In erster Linie müssen sie qualifizierte Bewerber für offene Stelle finden, die Vakanzen schnell besetzen und Talente möglichst langfristig binden. Doch wie gelingt es, den Kontakt zu potenziellen Kandidaten aufrechtzuerhalten, um sie im richtigen Moment für eine neue Stelle zu begeistern?
Hier kommt das sogenannte Candidate Relationship Management (CRM) ins Spiel. Vorsicht, hier besteht Verwechslungsgefahr, denn CRM ist auch die gängige Abkürzung für Customer Relationship Management. Doch das ist hier explizit nicht gemeint, statt der Kunden stehen hier die Bewerber im Fokus. Viele Unternehmen setzen ein klassisches Bewerbermanagementsystem (ATS, Applicant Tracking System) ein, um den Bewerbungsprozess effizient zu gestalten. Das Candidate Relationship Management (CRM)-System geht wichtige Schritte darüber hinaus: Es hilft vor allem dabei, nachhaltige Beziehungen zu Talenten aufzubauen und eine langfristige Pipeline qualifizierter Kandidaten zu pflegen.
Candidate Relationship Management (CRM) beschreibt den strategischen Ansatz und die Technologien, die Unternehmen nutzen, um langfristige Beziehungen zu potenziellen Bewerbern aufzubauen. Es unterscheidet sich von einem klassischen Bewerbermanagementsystem (ATS), das primär auf die Verwaltung aktueller Bewerbungsprozesse ausgerichtet ist. Ein Candidate Relationship Management System hingegen fokussiert sich auf die Pflege und den Aufbau von Talentnetzwerken für zukünftige Vakanzen.
Beispiel: In ein ATS laufen offene Stellen auf der einen Seite rein, auf der anderen Seite werden Bewerbungen auf die offenen Stellen gematcht. Das reicht erstmal zur Besetzung der offenen Stellen, wenn die passenden Bewerbungen eingereicht werden. Doch was ist, wenn es mehrere gut geeignete Bewerber gibt? In Zeiten von Fachkräftemangel ist das zwar ein Luxusproblem, im ATS muss man sich aber für einen Kandidaten entscheiden, die anderen gehen leer aus. Das CRM zielt darauf ab, auch mit den anderen Bewerbern Kontakt zu halten und so schon für die nächsten potenziellen Stellen einen Talentpool aufzubauen.
Während ein ATS also hauptsächlich dazu dient, Bewerbungen auf aktuell ausgeschriebene Stellen zu verwalten, geht es beim Candidate Relationship Management darum, auch mit anderen Talenten in Kontakt zu bleiben. Diese müssen auch nicht zwingend aktiv auf Jobsuche sein, es reicht aus, wenn die Bewerber für das Unternehmen zukünftig von Interesse sein könnten.
Ein Candidate Relationship Management System bietet zahlreiche Vorteile für Unternehmen, die den Fokus auf ihre Kandidatenbeziehungen legen möchten:
Ein Candidate Relationship Management System speichert alle relevanten Daten zu einem Kandidaten, von den ersten Interaktionen bis hin zu individuellen Vorlieben oder früheren Bewerbungen. Dadurch können Unternehmen gezielt mit Talenten in Kontakt bleiben und zum richtigen Zeitpunkt passende Jobangebote unterbreiten. Im Prinzip handelt es sich um ein speziell angepasstes Datenbanksystem, das auf die Beziehungen zu Bewerbern zugeschnitten ist.
Beispiel: Ein IT-Unternehmen speichert in seinem Candidate Relationship Management (CRM), dass ein Entwickler aktuell nicht an einem Jobwechsel interessiert ist, aber in sechs Monaten sein bestehendes Projekt beendet. Eine gezielte Erinnerungsnachricht sorgt dafür, dass der Kontakt genau zum richtigen Zeitpunkt wieder aufgenommen wird.
Ein leistungsfähiges Candidate Relationship Management System bietet zahlreiche Funktionen, die den Recruiting-Prozess erheblich erleichtern und die über die Funktionen eines ATS hinausgehen:
Eine der grössten Herausforderungen im Recruiting ist es, eine gut gefüllte Pipeline an qualifizierten Talenten zu haben, die bei Bedarf schnell kontaktiert werden können. Ein Candidate Relationship Management System erleichtert genau diesen Prozess, indem es hilft, Kandidaten frühzeitig zu identifizieren und langfristig im Blick zu behalten.
Beispiel: Ein Unternehmen speichert vielversprechende Praktikanten und Werkstudenten in seiner Datenbank und kontaktiert sie nach ihrem Studienabschluss erneut, um ihnen eine erste Festanstellung anzubieten.
Der Fachkräftemangel wird in vielen Branchen zunehmend spürbar. Unternehmen müssen deshalb neue Wege gehen, um Talente frühzeitig an sich zu binden. Candidate Relationship Management Systeme können dabei eine entscheidende Rolle spielen. Dabei entwickeln sich die CRM-Lösungen schnell weiter:
Fazit: Vorsprung beim Finden von Fachkräften
In einer Welt, in der qualifizierte Fachkräfte hart umkämpft sind, ist eine nachhaltige und strategische Bewerberkommunikation wichtiger denn je. Ein Candidate Relationship Management System hilft Unternehmen nicht nur dabei, den Überblick über alle Kandidatenkontakte zu behalten, sondern auch langfristige Beziehungen zu Talenten aufzubauen. Durch den gezielten Einsatz eines CRM-Systems können Unternehmen Bewerber systematisch und personalisiert betreuen, Prozesse effizienter gestalten und Ressourcen sparen, die eigene Marke stärken und eine positive Candidate Experience schaffen. Vor allem können Unternehmen aber einen nachhaltigen Pool von Talenten aufbauen und langfristig von qualifizierten Kandidaten profitieren. Ein CRM macht das Recruiting also unter dem Strich proaktiver und beziehungsorientiert.
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